BI Bannwald Krailling

Bürgerinitiative Bewahrung der Bannwald- und Erholungsflächen am Ortsrand von Krailling

 – Mitglied der „BundesBürgerInitiative WaldSchutz“ (BBIWS) – 
Willkommen auf unserer Internet-Seite!

Die BI Bannwald Krailling distanziert sich ausdrücklich und in aller Deutlichkeit von anonymen Briefen, die vor kurzem
in Zusammenhang mit dem Seniorenresidenz-Bauprojekt an Gemeinderäte geschickt wurden.
Der Absender ist uns nicht bekannt.
Was soll das? Warum so feige? Anonym, das ist erbärmlich und geht gar nicht!
Wir sind für eine sachlich-respektvolle Diskussionskultur.
Wer gegen das Seniorenresidenz-Bauprojekt im Bannwald ist, kann sich uns anschließen.
Wir sind eine offen handelnde BI.
Für anonyme Briefe haben wir keinerlei Verständnis.
Der Absender schadet durch sein Vorgehen allen, die sich offen und sachlich für die Bewahrung des
zur Rodung und Bebauung vorgesehenen Bannwalds einsetzen.

Silvia Roelcke, BI-Sprecherin, 31. Januar 2019, aus aktuellem Anlass aktualisiert am 7.2.2019

Bereits 2017 wurden anonyme Briefe verschickt, auch damals erschien ein ausführlicher Zeitungsartikel zum Thema. Schon damals hat sich der BN in aller Deutlichkeit von den Briefen distanziert. Damals der BN, weil der Brief mit „Naturschützern“ firmierte.


WIR KÄMPFEN GEGEN DAS SENIORENRESIDENZ-BAUPROJEKT AM CARITAS-ALTENHEIM „MARIA EICH“!

Warum?

Weil wir nicht einsehen, warum in Zeiten des  Flächenfraßes, des Artensterbens und des Klimawandels Wald und Lebensraum für Tiere und Pflanzen zerstört werden muss, wenn es andere Lösungen gibt!
Das Seniorenresidenz-Bauvorhaben mit ca. 45 Wohnungen zerstört wertvollen, geschützten Bannwald, Erholungswald Stufe 1, Klima- und Lärmschutzwald in sehr großer Nähe zum naturschutzfachlich landesweit bedeutsamen Klosterwald Maria Eich und zum Kraillinger Eichen-Hainbuchenwald! Diese beiden Wälder verlieren dadurch einen Teil ihrer dringend benötigten Vernetzungs- und Pufferzonen.
Das zur Bebauung vorgesehene 5000 m2 große Waldstück befindet sich im Außenbereich der Gemeinde im (theoretisch) strengstem Bauverbot.

Das Seniorenresidenz-Bauprojekt  könnte, so wie es die Caritas problemlos in Gräfelfing, Germering und Gauting bereits vormacht,  durch geschickte Planung innerhalb des brereits vorhandenen Altenheim-Geländes auch ohne Waldzerstörung realisiert werden. Eine vergleichende Machbarkeitsstudie durch ein in diesen Dingen erfahrenes Architekturbüro  wurde  noch gar nicht angefertigt.

Das Seniorenresidenz-Bauvorhaben ist ein Projekt der Schober-Stiftung, die dadurch in Zeiten der niedrigen Zinsen Rendite erwirtschaften will, wie sie selbst sagt.
Auf Kosten der Natur!
Und die Caritas will dadurch auch zusätzliche Wohnungen für Mitarbeiter erhalten. Das neue Bauprojekt würde zudem die anstehenden Umbaumaßnahmen am jetzigen Altenheim erleichtern. Und nicht zuletzt bekäme der Architekt-Schwiegersohn der früheren Leiterin der Schober-Stiftung Frau Zwissler, CSU-Gemeinderatsmitglied Wechner, auf diese Weise einen ansehnlichen Auftrag.
Zum Preis von Naturzerstörung!

Ist das wirklich „Gemeinbedarf“? Mit dem Etikett „Gemeinbedarf“ sind Genehmigungen und Zustimmungen  für eine Bebauung im Bannwald natürlich viel leichter zu bekommen.

Und es ist alles andere als ein „untergeordneten Erweiterungsbau“, wie behauptet wird.


LEBENSRAUMVERLUST
Nur noch 0,3 % der bayerischen Wälder beherbergen extrem seltene Urwaldreliktarten-Käfer!    (1)

Im kleinen Klosterwald Maria Eich wurden 2015 acht Urwaldrelik-Käferarten gefunden, eine echte Sensation! Damit liegt Maria Eich was Urwaldreliktarten-Käfer anbelangt mit dem Nationalpark-Kandidaten Steigerwald gleichauf! Die zu rodende Bannwaldfläche ist eine wertvolle Vernetzungsfläche zwischen dem Klosterwald Maria Eich und dem geschützten Eichen-Hainbuchenwald südlich des Sportplatzes.

0,3 % der bayerischen Wälder – das muss man ja geradezu mit der Lupe suchen! Das ist ja so gut wie GAR NICHTS mehr!
Die Kraillinger Bürgermeisterin Frau Borst meinte in der Bürgerversammlung 2017 auf Nachfrage ratend, es seien wohl noch 5 % der bayerischen Wälder, die Urwaldreliktarten-Käfer beherbergen. Schön wär’s! Doch seien wir ehrlich – auch das wäre erbärmlich wenig. Sollte man da nicht alles tun, um den Lebensraum dieser seltenen Arten zu erhalten und zu bewahren, um dadurch diese seltenen Arten dauerhaft überleben zu lassen?

Hier finden Sie tiefergehende, ausführliche Informationen über den Wert des Waldgebiets und unsere Argumente gegen das Seniorenwohnen-Bauprojekt im Detail:
http://www.bi-bannwald-krailling.de/betreutes-wohnen/

Neue Beiträge auf dieser Internet-Seite fiinden Sie hier http://www.bi-bannwald-krailling.de/neue-beitraege/


Die drei Sänger von „Bayernseufzer“ bringen das Problem des Flächenfraßes in Bayern auf den Punkt:

https://www.youtube.com/watch?v=1ItPph8Mfks

Geld mit dir, du Land der Bayern
Bauland-Erde, Wachstum dein
deine Fluren Bäche Gauen
werden bald versiegelt sein.

So verschwinden Wald und Wiesen
Stahlbeton, wohin man schaut
aber Hauptsach
Wachstum dir, du Land der Bayern, in den Farben weiß und blau.

Industriegewerbeflächen,
Dritte Startbahn, Straßenbau,
aber Hauptsach
Geld mit dir, du Land der Bayern, bald in Farben grau in grau.

Täglich werden in Bayern 13 Hektar Land verbraucht. (Quelle: Bund Naturschutz Bayern)
Dies entspricht einer Fläche von 18 Fußballfeldern – Tendenz steigend!
Diese Fläche wird Pflanzen, Tieren und Insekten unwiederbringlich als Lebensraum entzogen.
Diese Zerstörung ist Bayerns größtes, ungelöstes Umweltproblem! (Quelle: Bund Naturschutz Bayern)
Wie willst DU deine Heimat der nächsten Generation hinterlassen?
———-

Wie wollen wir Kraillinger unsere heutigen Bannwald- und Erholungsflächen unseren Kindern und Enkeln hinterlassen?

Sind wir bereit, diese Flächen unseren Mitgeschöpfen, den Tieren und Pflanzen, darunter sehr seltene, vom Aussterben bedrohte Arten, dauerhaft als Lebensraum zu bewahren, damit diese auch in der Zukunft überleben können?
Gleichzeitig sind diese Flächen für uns Menschen wichtige, schöne Erholungsflächen, und schenken uns kühle, saubere Luft!

„Seit dem Jahr 2000 wurde in Bayern eine Fläche mit Beton verbaut, die so groß ist, wie München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg und Fürth zusammen.“
Und gleichzeitig nimmt das Artensterben immer dramatischere Ausmaße an!

Weitere Infos zum Flächenfraß in Bayern
auf unserer Unter-Seite „Hintergrund“ http://www.bi-bannwald-krailling.de/hintergrund/

Mehr zum Thema: wertvoller Wald und seltene, vom Aussterben bedrohte Tiere auf unserer Unter-Seite „Maria Eich“
http://www.bi-bannwald-krailling.de/maria-eich-eichen-korridor/


Unsere Würmtal-Gemeinde Krailling ist im Norden von Planegg und im Süden von Stockdorf begrenzt. Im Westen und Osten gibt es wertvolle Naturflächen.  Krailling hat ohne Naturzerstörung keine Möglichkeit mehr, in die Fläche zu wachsen.
Doch die Gemeinde ist kreativ. Bannwald? Erholungswald Stufe 1? Klimaschutzwald? Lärmschutzwald?  Diese Barrieren lassen sich überwinden, wenn die Regierung Schützenhilfe für Natur- und Lebensraumzerstörung leistet und im Gegensatz zu früher dem grassierenden Flächenfraß keinen Riegel mehr vorschiebt.
Leider sind Wald und Wiesen für viele Personen vor allem eine  schöne Baulandreserve!

Zur Zeit ist konkret das „Seniorenwohnen“ am Caritas Altenheim in der Planung.

Warum sind wir von der „Bürgerinitiative Bewahrung der Bannwald- und Erholungsflächen am Ortsrand von Krailling“, kurz: „BI Bannwald Krailling“, dagegen?

Die entsprechenden Informationen finden Sie auf unserer entsprechenden Unter-Seite „Seniorenwohnen im Wald“
http://www.bi-bannwald-krailling.de/betreutes-wohnen/


Wer sind die Mitglieder der „Bürgerinitiative Bewahrung der Bannwald- und Erholungsflächen am Ortsrand von Krailling“, kurz: „BI Bannwald Krailling“?

Wir sind Kraillinger Bürger, die die Bannwald- und Erholungsflächen am Ortsrand von Krailling kennen und lieben und für die künftigen Generationen und für die Natur bewahren möchten – gerade in Zeiten des hohen Siedlungsdrucks, der Betonflut und des Artensterbens!
Die Bannwald- und Erholungsflächen am Ortsrand von Krailling sind mehr als „nur“ schöne Erholungsflächen für uns Menschen. Sie sind wichtige Refugien für seltene Tier- und Pflanzenarten. Wir tragen die Verantwortung, diese Natur für unsere Kinder und Enkel zu erhalten – es ist nicht unsere Aufgabe, sie zu beseitigen und zuzubetonieren!

Sprecher der BI: Silvia Roelcke, Dr. Wieland Schmidt-Zeller

„GRENZEN DES WACHSTUMS SIND ANZUERKENNEN“ – Dr. Christine Marggraf, Bund Naturschutz    ( 2)

Landschaftsprägende Alt-Eichen am Nordrand der Sperberweg-Wiese
(die kleine Wiese nach dem nördlichen Ende des Sperberwegs, in Richtung Maria Eich)

Quellen:

(1) Nur 0,3 % der bayerischen Wälder beherbergen noch Urwald-Reliktarten:
Dr. Heinz Bußler, Bayerische Landesanstalt für Wald und Forstwirtschaft, LWF aktuell 76/2010, S. 12.
https://www.lwf.bayern.de/mam/cms04/service/dateien/a65_biodiversitaet_gesamt.pdf

(2) Dr. Christine Marggraf, Stellungnahme zur Fortschreibung des Regionalplans München, S.10
https://starnberg.bund-naturschutz.de/fileadmin/kreisgruppen/starnberg/downloads/OG-Krailling/Stellungnahme_BN_DrMargraf_RL-RP-14_Gr%C3%BCnz%C3%BCge_Fortschreibung_22-05-2017.pdf

 

Landschaftsprägende Alt-Eichen am Nordrand der Sperberweg-Wiese
(die kleine Wiese nach dem nördlichen Ende des Sperberwegs, in Richtung Maria Eich)

Bewohnerin des Geschützten Landschaftsbestandteils Eichen-Hainbuchenwald, samt Fledermausquartier dort:
Die Langohr-Fledermaus

Foto der Langohr-Fledermaus freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Bildautor © Michael Kunkel

Herbstimpression im Eichen-Hainbuchenwald (1.11.2018)

Fotos mit Ausnahme der Fledermaus-Fotos: Silvia Roelcke

Entlang der nördlichen Rudolf-von-Hirsch-Straße wurde vom Fledermausgutachter mit dem Batcorder der laut der „Roten Liste“ stark bedrohte Kleine Abendsegler beim Jagen nachgewiesen.

Foto des Kleinen Abendseglers freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Bildautor © Michael Kunkel